Gundel Limberg – magische Schokolade und intergalaktische Köche

„Als fleißige Leserin habe ich früh mit dem Schreiben angefangen, es aber fast zwanzig Jahre geheim gehalten, so als sei es eine schlimme Krankheit.“ Doch dann wagte Gundel Limberg den Schritt und begann, unter verschiedenen Pseudonymen zu publizieren: Ann Merit Blum ward geboren, gefolgt von Benni King – dem allerdings nur ein kurzes Autorenleben beschert war – und schließlich B.C. Bolt. Und da ihr von allen Seiten versichert wurde, dass es schier aussichtslos sei, als Jungautorin bei einem Verlag unterzukommen, beschloss Gundel, im Alleingang herauszufinden, ob es überhaupt Leser für ihre Bücher gab.

Es gab sie, und mittlerweile sind zu selbstpublizierten Büchern – erst über BOD und dann über Kindle – auch einige Veröffentlichungen bei kleinen Verlagen dazu gekommen. Dem Selfpublishing wird die Autorin aber immer treu bleiben, und nachdem kürzlich sogar Amazon auf sie aufmerksam wurde und ihre Romantik-Fantasy „Meleons magische Schokoladen“ über eine Sommer-Leser-Aktion puschte, hat sie wohl die richtige Wahl getroffen …

Myra: Wie kam es, dass Du Dich für das Genre „Phantastik“ entschieden hast?

Gundel:  Phantastik erlaubt Ausflüge der Phantasie, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren – außer natürlich, man möchte es. Phantastik kann die Realität mit einschließen, sie überflügeln, ergänzen, verlassen und uns mehr Leben schenken, als selbst einer Katze zur Verfügung stehen. Daher fiel die Entscheidung für dieses Genre nicht schwer.

Welches Deiner Bücher würdest Du Lesern, die Deine Werke noch nicht kennen, zuerst empfehlen?

Da ich recht vielseitig schreibe, fällt mir die Wahl schwer, und ich entscheide mich für einen SF: „Achat von Dor“. Lange Zeit habe ich nur SF geschrieben und finde es schade, dass dieses Genre zurzeit recht wenig Beachtung findet. Der Roman zeigt viele typische Elemente meiner Bücher: Spannung, Verbrechen, Verschiebungen im Bereich von Gut und Böse, die den Protagonisten herausfordern und Mantel-und Degen Elemente, die dem Ganzen Schwung verleihen.

Achat von Dor


Sadsh wird auf den Planeten Dor versetzt, wo er Edelsteinschmugglern auf die Spur kommen soll. Was zunächst nach einem Routineeinsatz aussieht, erweist sich bald als Stich ins Wespennest. Korrupte Flottenangehörige, Verbrecher und die Tochter eines inhaftierten Diktators sorgen dafür, dass Sadsh keine ruhige Minute hat. Als dann noch seine Mitgliedschaft in einer verbotenen Kampfgemeinschaft der bekannt wird, gerät Sadsh endgültig zwischen alle Fronten.
(6 Rezensionen / 4,8 Sterne)
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Welches von Deinen Büchern ist Dein „Lieblingskind“?

Ich versuche, all meinen Kindern eine gute und faire Mutter zu sein ☺ Aber natürlich bekommt das Jüngste immer am meisten Aufmerksamkeit. Trotzdem wähle ich hier „Intrigenküche“, das Zweitjüngste, denn hier geht es temporeich zu, die Helden habe ein vorlautes Mundwerk, sind stoisch, wie Helden zu sein haben, und es geht auch noch um eine klassische David-gegen Goliath-Situation. Was das Cover nicht ahnen lässt: wie in praktisch all meinen Romanen, ungeachtet des Genres, ist eine Krimihandlung tragendes Element.

Intrigenküche: Agenten der Galaxis


Auf der Flucht von einer verarmten Raumstation verschlägt es Adrian und Minkas an den kaiserlichen Hof. Dort geraten sie in eine heftig brodelnde Intrigenküche. Um im Konkurrenzkampf mehrerer Geheimdienste zu überleben, müssen beide all ihre Fähigkeiten in die Waagschale werfen. Adrian macht sich seine Begabung als Hobby-Koch zunutze, während Minkas sich gezwungen sieht, einen dreisten Diebstahl aufzuklären. Kaum scheint das schlimmste überwunden, stolpern die beiden über eine Leiche und finden sich als Hauptverdächtige in einem Mordkomplott wieder.
(10 Rezensionen / 4,3 Sterne)
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Welches Deiner Werke sollte man noch lesen?

Ganz anders, jedenfalls auf den ersten Blick, sind „Meleons magische Schokoladen“. Die Handlung ist im Jahre 1873 angesiedelt, die Kleider haben viele Volants, die Korsettschnüre sind brutal angezogen und junge Frauen aus gutem Hause dürfen so gut wie gar nichts. Schon gar nicht, Schokolade machen, oder sich in Schwarzmagier verlieben. Genau das tut jedoch Isabell, die Protagonistin. Dieses Schokoladen- und Katzen-affine Buch hatte KDP freundlicherweise neben einigen anderen für eine Promotion ausgewählt und so hat sich die Leserschaft binnen Kurzem enorm erweitert.

Meleons magische Schokoladen


1876: Als Isabell ein neu eröffnetes Schokoladengeschäft betritt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben eine Wende zum Phantastischen nehmen wird. Nach dem Genuss einer Katze aus Schokolade stoßen ihr seltsame Dinge zu und Meleon, der Inhaber des Geschäfts, erweist sich als Schwarzmagier. Bald erkennt Isabell ihre kleine Heimatstadt nicht wieder. Um sie zu retten, muss sie sich dunklen Kräften entgegenstellen und ist gezwungen, ihre Existenz als brave Arzttochter für immer hinter sich lassen.
(61 Rezensionen / 4,3 Sterne)
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Was ist Dein aktuelles Buch?

Mein Nesthäkchen ist „Drachenmord“. Wie ein junger Drache ist es kaum geschlüpft schon recht kräftig und hat sich knapp an die Top 100 herangearbeitet. Drachenmord nimmt so manches Fantasy-Klischee auf die Schippe – von der Drachenhöhle bis zum magischen Schwert, vom hartgesottenen Helden bis zum honigblonden Elfen – aber bei allem Augenzwinkern für das der selbstironische Ich-Erzähler sorgt, steht die Spannung im Vordergrund und der Held muss ordentlich leiden.

Drachenmord


Anjûl ist ein äußerst erfolgreicher Drachentöter, da unterläuft ihm ein verhängnisvoller Fehler. Unversehens findet er sich als frisch gebackener Gesandter der Drachen und als Ermittler in einem Mordfall wieder. Er muss feststellen, dass der magische Kontrakt, der ihn bindet, nur von einem aufgehoben werden könnte: dem Hauptverdächtigen. Beim Versuch, den Fall zu lösen, schlittert Anjûl von einer Katastrophe in die nächste und hat plötzlich auch noch drei junge Drachen am Hals, die seine Unternehmung endgültig in ein Desaster verwandeln.
(8 Rezensionen / 4,9 Sterne)
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